Karpfenangeln in Frankreich: Windboe bringt Bombe an den Haken!

VON PROLOGIC CONSULTANT SIMON STEINKRAUS

Ich war mal wieder auf Frankreich-Tour und wie es halt immer so ist, nichts läuft nach Plan. Die ersten drei Tage lang saß ich “blank” und es wurde Zeit zu “Moven”. Ich suchte mir einen Platz, von dem aus ich sowohl tiefe Bereiche als auch flachere Bereiche des Gewässers beangeln konnte. Zusätzlich saß ich mittig einer Verengung, die die zwei größten Wasserkörper des Gewässers verbindet. Meiner Meinung nach handelte es sich um einen strategisch gut gewählten Platz.

C2 Natura Ruten mit Korkgriff sind Simons erste Wahl!

Hier konnte ich die Ruten großflächig verteilen. So legte ich meine Ruten auf Distanzen zwischen 100-350 Meter aus und deckte alle möglichen Tiefen dabei ab.

Simons neue K3 Bissanzeiger haben in Frankreich ihren Härtetest bestanden

Mein einziges Problem war, dass ich alleine fischte und der Wind deutlich zunahm. Grundsätzlich beim Auslegen der Ruten kein Problem, aber sobald ich dann zum Drillen mit dem Boot auf den See hinaus wollte, konnte ich nicht mehr dem Wind entgegen rudern. Meine Sorge war groß, dass die Fische beim unkontrollierbaren Druck auf den Haken durch das abdriftende Boot, ausschlitzen. Ein Fehler, der mir bereits in der Vergangenheit unterlaufen war und den ich nicht wiederholen wollte. Vor allem nicht hier in Frankreich. Hier kann jeder Fisch der Fisch des Lebens sein. Also einmal bis drei gezählt und die Denkmaschine angeworfen.

SAFETY LEAD CLIP & TAIL RUBBERS: Entwickelt, um das Blei bei einem Hänger freizugeben

Meine erste Idee war, mit den Mimicry Safty Clips und schweren Bleien zu fischen, so dass das Blei bei einem Biss direkt auslöst. Bei den Mimicry Safty Clips, kann man den Wirbel durch einen Plastikbolzen fest im Safty Clip verankern, dadurch löst das Blei bei einem Biss immer aus. Somit habe ich dem Fisch schon mal das Bleigewicht genommen, mit dem er sich eventuell auf der Anfahrt den Haken aus dem Maul schütteln könnte.


Die zweite Idee war eine Montage mit möglichst viel Dehnung (Hooklink Mono Mimicry Mirage) zu fischen, um Kopfschläge und plötzliche Fluchten noch besser abzufangen.

Unsere Mimicry Hooklink Mono ist das perfekte monofile Vorfachmaterial!

Und der dritte Gedanke war, dass ich mir aus Seil und einem schweren Stein einen Anker/ Driftstein gebaut habe. Sobald ich nah genug am Fisch war, konnte ich den Stein an der Schnur versenken und der Wind konnte meinem Boot nichts anhaben.

Gut, dass ich mir die Gedanken gemacht hatte, denn direkt in der zweiten Nacht lief meine Rute im Vollrun ab. 🙂 Als ich aus dem Zelt schlüpfte, um zu meiner kreischenden Rute zu eilen, bekam ich direkt die volle Winddröhnung ins Gesicht. Nachdem ich eine gefühlt Ewigkeit brauchte, um gegen den Wind aus der Hölle die 250 Meter zum Fisch zu rudern, warf ich bei erreichen der Schlagschnur meinen Stein aus.

Freude pur beim Karpfenangeln unter stark windigen Bedingungen: “Direkt der erste Fisch und dann so ein Monster!”

Tatsächlich lag das Boot nun perfekt an dem gespannten Seil und bewegte sich kaum noch vom Fleck. Der Drill war mehr als kurz und nach nur wenigen Sekunden lag ein Brett von Fisch in meinem Kescher. 😀 Das Blei war ausgelöst und die Mimicry Hooklink Mono hat gehalten. Einfach nur geil und was für eine Maschine. Direkt der erste Fisch und dann so ein Monster! Den anschließenden Freudenschrei konnte ich mir nicht verkneifen! Ich war mich sicher: Egal was jetzt noch kommt ist Bonus!

Tight lines,

Euer Simon Steinkraus