Der ganz besondere Fisch im kleinen Paradies

KARPFENANGELN IM FLUSS
VON SIMON STEINKRAUS

Dieses Jahr blieb mir leider nicht so viel Zeit zum Karpfenangeln. Deshalb befische ich nun mehr oder weniger unregelmäßig in spontanen Ansitzen einen kleinen Fluss bei mir um die Ecke. Der kleine Fluss bietet zwar nicht die größten Chancen auf einen Großfisch, jedoch liegt er in einer absolut natürlichen und idyllischen Umgebung. Quasi mein kleines Paradies in harten Zeiten. Und so schaffte ich es zum ersten Mal in diesem Monat wieder in mein kleines idyllisches Revier, diesmal zusammen mit meiner Ehefrau, die ebenfalls Ruhe und Entspannung dringend vertragen konnte. Einen Abend vorher hatte ich noch Zeit gefunden und die Stelle mit einer Mischung von 5Kg Pellets und Boilies vorzubereiten.


Bereits beim Eintreffen konnte ich den ersten Fisch beim Rollen beobachten – ein sehr gutes Zeichen. Jedoch auch kein Fanggarant an dieser Stelle, denn die Fischen ziehen teilweise unbeeindruckt von eingebrachten Futter den Fluss herauf und hinab.

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So verging die Nacht bei einem schönen Gläschen Wein und einer im Wasser abgehakten Brasse recht ruhig. In den Frühen Morgenstunden zwang mich dann ein Wels, der mit unaufhaltsamer Kraft den Fluss hinabzog zur Kapitulation. Es war selbst unter Volldruck und absolut bis ins Handteil durchgebogener C2 Celebration Karpfenrute nicht möglich seine Flucht auch nur ansatzweise auszubremsen. So Endete dieser ungleiche Wettstreit in einem Abriss, nachdem er in einen umgefallenen Baum geschwommen war. Kurz nachdem ich die Ruten neu bestückt und platziert hatte, konnte ich dann doch noch den ersehnten Vollrun, diesmal vom Zielfisch, genießen! Seine Flucht konnte ich schnell abbremsen und mit etwas Geschick bugsierte ich ihn an den im Wasser liegenden Bäumen vorbei. Anschließend setzte er sich irgendwo am Grund fest. Nun werde ich langsam nervös. Meine Stelle liegt mitten im Kurvenbereich und die regelmäßigen Hochwasser sorgen immer wieder für neue Überraschungen am Gewässergrund. Das Glück ist mein, nachdem ich den Fisch einige Zeit unter leichtem Druck gehalten hatte, schwamm er sich von selbst frei. Ich war erleichtert und Pumpte ihn Meter für Meter an mich heran. Kurz vor dem eigenen Ufer drehte er jedoch nochmal ab und zog unentwegt Schnur von meiner Rolle.

Hartes Stück Arbeit mit Happy End!

Irgendwann schaffte ich es dennoch ihn zu bremsen zum Glück ohne ihn zu schlitzen. Dann merke ich wie sich die Schnur irgendwo auf der eigenen Seite in der Steinpackung verfangen hatte. Ich werde nervös und versuche auf verschiedensten Wegen die Schnur zu lösen. Alles erfolglos! Der Fisch ist noch da immer wieder legt er kurze Fluchten hin. Dann taucht er an der Oberfläche auf und ich erkenne, dass es einer von einer handvoll Spiegelkarpfen auf diesem Fluss ist. Adrenalin pur schießt mir ins Blut. Seit zwei Jahren versuche ich bereits erfolglos einen von ihnen zu fangen. Da schwimmt er! Ich beschließe die Schnur frei zu tauchen. Ebenfalls erfolglos. Ich komme einfach nicht die vier Meter durch die braune Brühe bei der mittlerweile stark zunehmenden Strömung hinab.


C2 Celebration Karpfenrute

Eine Sonderedition unserer C2 Ruten mit dem gleichen guten 24 Tonnen HM Karbonblank der Natura Serie, jedoch anders geschnitten und bemessen für eine viel weichere Aktion. Der Blank der Celebration Version ist mit 8 SIC Ringen plus Spitzenring aufgebaut. Die Rute ist eine wirkliche Würdigung traditioneller Karpfenruten und somit das perfekte Werkzeug für aller Karpfenangler, die jeden einzelnen Drill wirklich genießen wollen, und das gerade auch an Geflechtschnüren.

• Metallabschlusskappe
• Vollkorkgriff in Premiumqualität
• 24 Tonnen HM Kohlefaserblanks
• 8 Ringe plus Spitzenring

 


Auf einmal taucht der Fisch direkt neben mir auf. In einem Moment der Unkontrolliertheit versuchte ich ihn mit meinen Händen zu ergreifen. Erfolglos und irgendwie auch dumm. Mittlerweile merke ich wie das Anschwimmen gegen die Strömung einen Großteil meine Konzentration und Kraft verbrauchte und ich beschließe an Land zu schwimmen. Es wurde mir einfach zu gefährlich. Der Fisch hängt immer noch. Letzte Chance, ich versuchte die Schnur hinter dem Hindernis mit meiner zweiten Rute zu fangen. Nach dem vierten Versuch gelang es mir. Ich konnte die Schnur mit der Hand greifen und schaffe es den Fisch per Handdrill in den Kescher gleiten zu lassen.

Es ist geschafft, mein erster Spiegler aus diesem kleinen Flussstück ist gefangen. Im Kescher erkannte ich noch sein wunderschönes Schuppenbild. Mega! Nach dem Fisch packten wir dann auch zusammen, es war wieder Zeit für die Arbeit. Hoffen wir das der nächste Spiegler nicht so lange auf sich warten lässt.

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Flussangelei auf Karpfen!

Euer Simon vom Team Prologic